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10 Tipps für Ihre Internet-Strategie

Informieren, werben, verkaufen, mit Kunden kommunizieren – das Internet bietet diverse Möglichkeiten, die man nutzen sollte. Nicht nur die Generation der Digital Natives erwartet, dass Unternehmen im Internet präsent sind. Auf welchen Kanälen ein Unternehmen aktiv ist, hängt von der individuellen Internet-Strategie ab. Die nachfolgenden Tipps geben Ihnen Anregungen für Ihre Online-Aktivitäten.

1 WAS WILL ICH IM NETZ?


Soll Ihre Web­site überar­beit­et wer­den? Über­le­gen Sie, ob So­cial Me­dia für Ihr Un­terneh­men Sinn macht? Oder wollen Sie vielleicht ei­nen On­line-Shop eröff­nen? Bevor Sie über solche On­line-Ak­tiv­itäten nach­denken, soll­ten Sie zunächst ge­nau definieren, was Sie ei­gentlich im Netz er­reichen wollen. Wollen Sie verkaufen? Wollen Sie Ihr Im­age verbessern? Wollen Sie mit Ihren Kun­den in­ter­agieren/eine Com­mu­ni­ty bil­den? Wollen Sie mehr Reich­weite? Über solche Fra­gen soll­ten Sie sich im Klaren sein. Tipp: Erst wenn Sie Ihre Ziele für die In­ter­net-Strate­gie definiert haben, wis­sen Sie, in welchen On­line-Kanälen Sie welche In­halte kom­mu­nizieren kön­nen.

2 ZIEL­GRUPPE UN­TER DIE LUPE NEH­MEN


Wen wollen Sie im In­ter­net er­reichen? Haben Sie Ihre Ziel­gruppe fest im Blick oder wollen Sie eine möglichst breite Streu­ung er­reichen? In der Regel ist es Er­folg ver­sprechen­der, wenn man eine klare Ziel­gruppe vor Au­gen hat, deren Bedürfnisse man ken­nt. Das so­ge­nan­nte Tar­get­ing (Ziel­grup­pene­in­gren­zung) sorgt für eine konkrete Ziel­grup­pe­nan­sprache. Mit Stammkun­den und ehe­ma­li­gen Kun­den kann man an­ders kom­mu­nizieren als mit Neukun­den oder mit potenziellen Mi­tar­beit­ern. Die An­sprache von End­kon­su­men­ten (B2C) un­ter­schei­det sich von Einkauf­sentschei­dern (B2B). Tipp: Holen Sie sich Fach­leute für die (tech­nische) Um­set­zung Ihr­er On­line-Strate­gie ins Haus. Um diese Fach­leute brie­fen zu kön­nen, ist es nötig, dass Sie sich über Ihre Ziele und Ziel­grup­pen Ge­danken ge­macht haben.

3 WEB­SITE ALS VISITENKARTE


Auch im Web-2.0-Zei­tal­ter ge­hört ein In­ter­ne­tauftritt zur Grun­dauss­tat­tung eines Un­terneh­mens. Die Web­site ist eine Visitenkarte fürs Haus und sollte mit dem Cor­po­rate De­sign (Lo­go, Farbe und so weit­er) überein­s­tim­men. Eine Web­site eignet sich insbe­son­dere, um Leis­tungsspek­trum und Ref­erenzbeispiele aus­führ­lich darzustellen. Konkrete An­sprech­part­n­er an­i­mieren eher zur Kon­tak­tauf­nahme als ein Kon­takt­for­mu­lar. Eine Such­maschi­nenop­ti­mierung (SEO) sorgt dafür, dass Ihre Web­site von mehr Usern ge­fun­den wird. Die Be­nutz­er­fre­undlichkeit (Us­a­bil­i­ty) er­höht die Ver­weil­dauer. Tipp: Wer bere­its eine Web­site be­sitzt, sollte ab und zu an eine „Ren­ovierung“ denken. Die Seh- und Nutz­erge­wohn­heit­en der Kun­den än­dern sich. Vor dem Re­launch ist es z.B. sin­n­voll, Log-Files auszuw­erten: Welche sind die be­liebtesten Ein­stiegs­seit­en bzw. Ausstiegs­seit­en? Welche Klickp­fade sind be­son­ders be­liebt? Wo und warum brechen Ihre Kun­den den Kauf­prozess ab?

4 MO­BIL OP­TI­MIERT


Im­mer mehr Men­schen ge­hen mo­bil ins In­ter­net. Deswe­gen sollte Ihre Web­site auch auf mo­bilen Endgeräten wie Smart­phones oder Tablets gut ausse­hen. Wer auf klei­nen Bild­schir­men groß rauskom­men will, sollte z.B. fol­gende Punkte beacht­en: Texte müssen auf mo­bilen Endgeräten ohne Zoo­men gut les­bar sein. Ein größer­er Zeilen­ab­s­tand und eine Min­destschrift­größe von 16 Punk­ten er­leichtern das Le­sen. Die Nutzung ein­er Web­site auf mo­bilen Endgeräten sollte kein hor­i­zon­tales Scrollen er­fordern. Da die Touch­screens mit dem Fin­ger be­di­ent wer­den, soll­ten auch Links oder But­tons gut und ein­fach nutzbar sein. Tipp: Die Op­ti­mierung für Smart­phones und Tablets ist wichtig, weil in­zwischen Such­maschi­nen wie Goo­gle op­ti­mierte Web­sites stärk­er in ihren Suchergeb­nis­sen berück­sichti­gen. Ide­al ist es, wenn Sie eine ent­sprechende Soft­ware einsetzen, so­dass Sie eine reak­tions­fähige Web­site haben, die sich im­mer au­to­ma­tisch an die Bild­schirm­breite bzw. -au­flö­sung des jew­eili­gen Gerätes an­passt.

5 E-Mail-Mar­ket­ing


E-Mail-Mar­ket­ing gilt nach wie vor als das ef­fek­tivste Verkaufsin­stru­ment im On­line-Ver­trieb. In einem kurz und knackig ver­fassten Newslet­ter kön­nen Sie Ihre Botschaften und News gezielt an den Mann und die Frau brin­gen. Die Newslet­ter soll­ten regelmäßig versen­det wer­den, aber nicht zu häu­fig er­schei­nen. Ide­al ist es, wenn die In­halte möglichst auf die Kun­den­in­teressen zugesch­nit­ten sind und auch die An­sprache per­so­n­al­isiert ist. Wichtig: Sie dür­fen nicht ein­fach die E-Mail-Adressen Ihr­er Kun­den ver­wen­den und Ih­nen unge­fragt ei­nen Newslet­ter zusen­den. Sie brauchen die Zus­tim­mung des Kun­den im so­ge­nan­n­ten Dou­ble-Opt-in-Ver­fahren. Jed­er Newslet­ter muss ein Im­pres­sum und ei­nen Ab­meldelink en­thal­ten. Tipp: Bin­den Sie in die E-Mail auch eine So­cial-Shar­ing-Op­tion ein. Der Empfänger kann die Nachricht oder das Ange­bot sch­nell mit Fre­un­den, Fans und Fol­low­ern teilen. Das er­höht die Reich­weite Ihr­er Mar­ket­ing-Botschaft. Auf Ihr­er Web­site soll­ten diese So­cial-Shar­ing-Op­tio­nen auch vorhan­den sein.

6 BLOG ALS SER­VICE


Ein Blog eignet sich gut, um die Fachkom­pe­tenz auf dem jew­eili­gen Ge­bi­et her­ausstellen zu kön­nen – oder um neue Pro­dukte vorzustellen und Hin­ter­gründe zu er­läutern. Auch sach­liche In­for­ma­tio­nen und Rat­ge­ber-Tipps kom­men bei den Le­sern meist gut an. Acht­en Sie nur da­rauf, dass Ihr Blog keine Wis­sen­schaft­s­platt­form ist, son­dern gut ver­ständlich und lock­er geschrieben ist. Tipp: Je nach Branche und The­menge­bi­et kann es Sinn machen, eine Kom­men­tar­funk­tion im Blog einzu­bin­den, so­dass Les­er über ei­nen Ar­tikel disku­tieren oder ein Feed­back geben kön­nen.

7 FACE­BOOK, XING & CO.


Die sozialen Net­zw­erke gewin­nen im­mer mehr Be­deu­tung fürs Mar­ket­ing. Vor allem die junge Ziel­gruppe ist oft nur noch über die So­cial-Me­dia-Kanäle zu er­reichen. Neben dem klas­sischen Fir­men­pro­fil soll­ten Un­terneh­men auch Ein­blicke ins Tages­geschäft geben und es „men­schel­n“ lassen, in­dem auch mal Mi­tar­beit­er zu Wort kom­men oder vorgestellt wer­den. Vor allem auf Face­book bi­etet sich die Chance, mit den Kun­den di­rekt in den Dia­log zu treten. Auf Busi­ness­platt­for­men wie Xing oder LinkedIn ge­ht es sach­lich­er zu – hi­er kön­nen Un­terneh­men mit Geschäft­szahlen, Fir­men­nachricht­en, neuen Pro­duk­ten und at­trak­tiv­en Stel­le­nausschrei­bun­gen punk­ten. Tipp: Ver­netzen Sie Ihre ei­ge­nen On­line-Ak­tiv­itäten gut. Neben So­cial-Shar­ing-Op­tion auf der Web­site oder im Blog kann auch ein Face­book-Post oder Twit­ter-Tweed wiederum Ihre Web­site oder Ihren Blog zi­tieren und ver­linken. Aber übertreiben Sie es nicht mit der Ei­gen­wer­bung. Die Com­mu­ni­ty schätzt die In­ter­ak­tion und er­wartet sch­nelle Ant­worten.

8 ON­LINE-SHOPS NUTZEN


Der On­line-Han­del wächst stetig. Der E-Com­merce-Um­satz in Deutsch­land lag 2015 bei 41,7 Mil­liar­den Eu­ro. Die­s­es Jahr prog­nos­tiziert der Han­delsver­band Deutsch­land (HDE) ei­nen Um­satz im Netz in Höhe von 46,3 Mil­liar­den Eu­ro. Waren übers In­ter­net zu vertreiben kann al­so sehr lukra­tiv sein. Vor allem kann man den Kun­denkreis deut­lich er­weit­ern, ganz neue Ziel­grup­pen er­reichen und Syn­ergien zwischen sta­tionärem Han­del und On­line-Han­del nutzen. Tipp: Um die Bekan­n­theit Ihres On­line-Shops zu er­höhen, soll­ten Sie den Tipp zu­vor be­herzi­gen und die sozialen Net­zw­erke nutzen. Ihr Shop sollte selb­stver­ständlich auch auf dem Smart­phone gut zu be­di­e­nen sein.

9 ON­LINE-KUN­DEN­MAGAZIN


Kun­den­magazine wur­den bish­er vorzugsweise als Print­ver­sion her­aus­gegeben. Mittler­weile haben elek­tronische Mag­azine (Ezines) wied­er Kon­junk­tur. Da­durch dass bei On­line-Kun­den­magazi­nen die Druck- und Ver­trieb­skosten weg­fall­en, ist die­s­es Mar­ket­ing-In­stru­ment auch für Mit­tel­ständler at­trak­tiv. Im ei­ge­nen Kun­den­magazin bes­timmt das Un­terneh­men, welche Botschaft und welche In­halte gezielt zum Kun­den ge­lan­gen. Man ist un­ab­hängig von Goo­gle- oder Face­book-Al­go­rith­men. Trotz­dem sollte das Mag­azin nicht zur rei­nen Selb­st­darstel­lung genutzt wer­den. Zu viel (Ei­gen-)Wer­bung nervt. Ver­suchen Sie die Per­spek­tive der Kun­den einzuneh­men und an deren Bedürfnisse zu denken. Tipp: Acht­en Sie da­rauf, dass klar er­sichtlich ist, von wem die In­halte in Ihrem Mag­azin stam­men – sonst kann sch­nell der Ein­druck von Sch­leich­wer­bung ent­ste­hen.

10 DIE RICHTI­GEN WORTE FIN­D­EN


Web­site, Blog, On­line-Shop, Face­book-Ein­träge – auf allen Kanälen ge­ht es darum, die Kun­den anzus­prechen und deren In­teresse für Ihre Pro­dukte und Di­en­stleis­tun­gen zu weck­en. Es gilt, die richti­gen Worte zu fin­d­en: Falls Ih­nen das Tex­ten sch­w­er­fällt, suchen Sie sich bess­er ei­nen Pro­fi. Die Be­treu­ung der So­cial-Me­dia-Kanäle soll­ten auch nicht die Azu­bis alleine überneh­men. Ir­re­führende Be­merkun­gen oder gar Falsch­mel­dun­gen bekommt man so sch­nell nicht mehr aus der In­ter­netwelt. Tipp: Durch eine geschickte und gezielte Wort­wahl kön­nen Sie die Such­maschi­nen­rel­e­vanz Ihr­er Web­site verbessern. Auch Posts und Tweeds auf Face­book und Twit­ter wer­den von Goo­gle und an­deren Such­maschi­nen ges­can­nt und machen Sie im Netz sicht­bar.

Clau­dia Sch­nei­der | re­dak­tion@rhein-wup­per-ma­n­ag­er.de

Ausgabe 08/2016